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Freunde bleiben?

Ich weiß, ihr wollt irgendwas lustiges aus meiner Schulzeit hören, aber heute bin ich einfach nicht in der Stimmung dafür, also verschieben wir das auf später.

Glaubt ihr daran, dass man nach einer Trennung noch miteinander befreundet sein kann? Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, wie eine Trennung aussehen kann, dass es auf diese Frage keine pauschale Antwort geben kann. Es gibt Trennungen, die man gemeinschaftlich beschließt und meiner Meinung nach ist es in solch einem Fall durchaus möglich, den Kontakt zu halten. Es gibt aber auch Trennungen, die deutlich anders ablaufen. Wird man betrogen, so ist der Wille eine Freundschaft aufzubauen sicherlich geschwächt. Wir bilden uns ein den anderen zu hassen. Doch tun wir das? In den seltensten Fällen schlägt Liebe in einem Augenblick zu Hass um. Wir sind sauer, traurig, wütend, enttäuscht, zornig und verbittert - ja - aber wir lieben. All diese Gefühle können vielleicht täuschen, doch geht man in sich, weiß man, dass man immer noch liebt. Nicht umsonst ist man dermaßen verletzt. Denn verletzen lassen wir uns nur von Menschen, die wir lieben. Sicher, Anerkennung sucht man überall und wenn der fremde Typ auf der Straße unsere neue Hose hässlich findet, dann ist auch das verletzend. Aber es ist kein Vergleich zu dem, was uns ein geliebter Mensch antun kann.

Bei einer einseitigen Trennung ist es immer schwierig danach normal miteinander umzugehen. Manchmal geht man im Streit auseinander und manchmal nicht. Nach einem Betrug ist es besonders schwer eine Freundschaft aufzubauen, da man nichts hat, auf dem man aufbauen kann und das Vertrauen, welches für eine Freundschaft nötig ist, schon zerbrochen am Boden liegt. Doch auch, wenn eine Trennung ohne konkreten Anlass geschieht, ist es nicht einfach. Denn oftmals ändert es für den, der verlassen wurde, gar nichts. Es gibt keine eindeutigen Gründe, es war mehr so ein Gefühl des anderen. Oder es gibt Gründe, die verschwiegen werden. In beiden Fällen bleibt die Hoffnung erhalten. Und Hoffnung kann für eine Freundschaft schwierig werden. Denn oftmals sind wir genervt von zu viel Hoffnung. Bleibt der verlassene Partner an seiner Liebe hängen und erzählt wieder und wieder wie schön es war und werden könnte, so haben wir ihn irgendwann satt. Obwohl wir ihn immer noch mögen und und gut mit ihm verstehen, schaltet unser Körper auf genervt. Warum? Weil wir nicht hören wollen, was er sagt. Es ist uns unangenehm, es verletzt uns, es bringt uns dazu, uns schuldig zu fühlen und an unserer Entscheidung zu zweifeln. Nach einer Entscheidung sich zu trennen, will man nicht darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht doch schön war und die Trennung falsch. Alles was man will, ist eine Bestätigung, das Richtige getan zu haben. So wie immer im Leben. Um uns zuschützen, geben wir die Freundschaft auf, die vielleicht möglich gewesen wäre. Doch das ist eine Entscheidung, die jeder selbst treffen muss. Laufen wir vor unseren Schuldgefühlen und unserem eigenen Schmerz davon und schmeißen alles weg, das wir gehabt haben und vielleicht haben könnten oder stellen wir uns dem, was auch immer kommt, und gewinnen am Ende vielleicht einen guten Freund?

27.5.13 18:24
 


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