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Berlin

Vielen Dank für die Vorschläge (:

Da es ja gewünscht wurde, erzähl ich euch mal was über Berlin ;D Also das erste, was wahrscheinlich interessant ist, dass ich in Berlin geboren bin und immer noch dort wohne. Nagut, zurzeit wohen ich in Wolfsburg, weil ich hier meine Bachelorarbeit schreibe. Aber im Normalfall wohne ich in Berlin zuhause bei Mami und Papi (:

Was kann ich euch sonst über Berlin erzählen ?? Unserer alles Hauptstadt ist mit einem grooßen Netz an öffentlichen Verkehrsmittel verbunden. S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Kann man alle benutzen, wenn man Lust hat zusammengedrängelt zwischen stinkenden Leuten zu stehen und das Gefühl zu haben, nie anzukommen. Es ist herrlich, wirklich! Denn sobald du drin bist, kannst du dir zumindest sicher sein, dass das Gefährt auch wirklich kommt. Das ist nämlich das zweite Problem mit den Berliner Öffentlichen. Wenn du nicht gerade das Glück hast zwischen Knoblauchatem und zu viel Aftershave zu stehen, dann stehst du in den meisten Fällen frierend an irgendeiner Bushaltestelle oder an einem Bahnhof. Es ist nämlich so, müsst ihr wissen, in Berlin kommt jedes Jahr völlig überraschend - Winter! Ich weiß, ich weiß, man glaubt es kaum, aber teilweise schneits da sogar. Bei S-Bahnen kann das ganz schön gefährlich werden. Jedenfalls wüsste ich nicht, was es sonst für einen Grund haben könnte, dass die S-Bahn einfach nicht mehr fährt, sobald auch nur eine Schneeflocke auf den Gleisen liegt...

Wo wir gerade so schön dabei sind, kann ich euch noch von meinem absoluten Lieblingserlebnis mit der Berlin S-Bahn berichten: Es ist Samstag Nacht. Es ist 2.30 Uhr und ich bin in Berlin-Tegel bei einem Kumpel. Ich will nach Hause nach Mahlsdorf. Um es zu veranschaulichen, diese Strecke legt man bei funktionierenden Verbindungen tagsüber in guten 90 Minuten zurück. Nur zum Vergleich, der RE oder IC vom Berliner Hauptbahnhof nach Wolfsburg fährt zwischen 70 und 80 Minuten... Jedenfalls steige ich in die S-Bahn ein und bin nach unglaublichen 30 Minuten in Berlin Friedrichstraße angekommen - das liegt ungefähr in der Mitte. Geschwind eile ich zum nächsten Bahnsteig und dort erwartet mich die heiß ersehnte Meldung, dass meine Bahn natürlich erst in 28 Minuten kommt. Gott sei Dank, war es gerade Mitte März und wir hatten berauschende 5°C, für das leibliche Wohl war also gesorgt. Tatsächlich kam die Bahn sogar pünktlich und so fuhr ich zusammen mit etlichen Spaniern und anderen Nachtaktiven in Richtung Heimat. Aber es wäre nicht meine Lieblingsgeschichte, wenn sie hier schon enden würde! Angekommen im Berliner Ostbahnhof (hier hatte ich schon vier Stationen hinter mir und noch acht vor mir) ereilte uns alle die Meldung, dass der Zug ausgetauscht würde. So stürmten also alle aus dem kuschlig warmen Zug, der ein angenehmes Aroma nach alkoholisierten Feiernden mit sich trug, und drängelten uns auf dem schweinekalten Bahnsteig, um das gegenüberliegende Gleis zu erreichen, in dem der neue Zug tatsächlich schon bereit stand. Nun ja, bereit ist nun nicht gleich bereit und nach erfolgtem Zugwechsel vergingen noch einige Minuten, bis dieser auch tatsächlich losfuhr.

Mir ist bis heute nicht klar, warum in Berlin ständig die Züge getauscht werden müssen, aber in diesem Fall schien es mir voll verständlich. Nach einer halben Station hielt der Zug und während er so zwischen zwei Stationen vor sich hindümpelte wurden in der S-Bahn immer mehr Rufe laut, was denn hier eigentlich losginge. Das Aroma, welches aus dem ausgetauschten Zug schon bekannt war, hatte sich auch auf diesen Zug übertragen und wurde langsam unerträglich. Es dauerte eine geschlagene viertel Stunde (15min) bis der S-Bahn Fahrer, den man im Übrigen schon gesichtet hatte, wie er ausgestiegen war und sich seinen Zug angeschaut hatte, es für nötig hielt eine Durchsage zu machen. Um es kurz zu machen sagte er ungefähr das: "Hallo, wir stehen hier und fahren nicht weiter." Aha!, dachte ich mir, na dann ist ja alles klar. Eine weitere viertel Stunde verging bevor die nächste Durchsage kam, in der berichtet wurde, dass der (ich wiederhole: Eben eingesetzte!) Zug defekt sei und wir nun auf die Polizei warten müssten, damit diese uns evakuiert. Die Polizei traf zehn Minuten später dann auch tatsächlich ein. Allerdings öffneten sie lediglich die Türen und gaben Anweisungen den Zug nicht zu verlassen. Einige todesmutigen Spaniern gelang tatsächlich die Flucht aus diesem Spektakel und sie waren nie wieder  gesehen. Nur wenige (oder viele?) Minuten später begann schließlich die Evakuierung der S-Bahn. Geschuldet der Uhrzeit und dem Alkoholpegel der Beteiligten, sowie der Dunkelheit und dem unmöglichen Weg, dauerte diese etwas länger. Nach getaner Evakuierung befanden wir uns alle wieder im Berliner Ostbahnhof - Moment! Hier waren wir doch vor 50 Minuten schon gewesen? Da hieß es doch unser Zug wurde ausgetauscht... In der Ferne sah ich noch unseren gestrandeten Zug und beglückwünschte die S-Bahn Leitstelle zu dieser hervorragenden Entscheidung. Organisiert und fahrgastbewusst wie die S-Bahn nun mal ist, stand zum Glück schon ein Zug bereit, der uns wieder in die Innenstadt befördern sollte. Das Gleis stadtauswärts war ja blockiert...

In der Zwischenzeit schien sich die Anzahl der Menschen verdreifacht zu haben, denn ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen, wie ich an die Scheibe der Bahnsteig abgewandten Seite gedrückt wurde und die nächste halbe Stunde damit verbrachte aus dem Fenster zu sehen und 35 (FÜNFUNDDREISSIG) Taxis zu zählen, die die wenigen Vernünftigen abholten, die an diesem Abend in keine S-Bahn mehr steigen wollten. Der Rest der Nacht verlief dann erstaunlich ereignislos. Die Bahn fuhr tatsächlich irgendwann los und beförderte mich zum Alexanderplatz, an dem ich in die U-Bahn stieg. Diese brachte mich nach Wuhletal, wo ich beschloss die restlichen zwei S-Bahn-Stationen lieber zu Fuß zu gehen, als noch einmal auf eine dieser Bahnen zu warten. Wahrscheinlich war dies eine der weisesten Entscheidungen, die ich in meinem kurzen Leben getroffen habe - wer weiß, was sonst noch passiert wäre? Als Resumee lässt sich sagen, dass ich statt der ursprünglichen 90 Minuten nun knapp drei Stunden unterwegs war. In dieser Zeit wäre ich aus Berlin schon fast in Hamburg gewesen - vielleicht sollte ich mein Ziel das nächste mal einfach überdenken?

14.4.13 21:14
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Hipsterzweipunktnull (14.4.13 22:09)
Uiiiii. :D Danke das du auf meinen Vorschlag was über Berlin geschrieben hast Hört sich ja nicht so toll an. Und sowas um halb drei nachts. Danach wäre ich ja mal voll genervt gewesen..
Anscheinend hast du es ja zum Glück noch in der Nacht heil nach Hause geschafft.
Gute Nacht ^_^

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