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Neben all meinen Überlegungen zur Organisation des Berliner Flughafens verging der Flug ziemlich schnell und schon stand ich am Flughafen in Amsterdan. Nur um es hier schon mal zu erwähnen, ich bin das erste Mal mit KLM geflogen und es waren die rumpeligsten Flüge, die ich je hatte und glaubt mir - ich bin wirklich schon oft geflogen! Jedenfalls laufe ich so am Flughafen rum und auf einmal ist da ein kleiner Park. Voll schnuckelig! Also natürlich war die Hälfte aus Plastik nachgebaut, aber ein abgesägter Baum füllte die Mitte des Parks vom Boden bis zur Decke, so dass man denken konnte, er würde durch die Decke wachsen. Das geilste an diesem Pärkchen waren allerdings die Fahrräder. Also keine richtigen Fahrräder sondern eher sitze mit Pedalen dran. Wenn man sich auf diese gesetzt hat, so hatte man eine Steckdose vor der Nase - gleich und gleich gesellt sich gern! Das Prinzip war jedenfalls, dass man seine sämtlichen Geräte aufladen konnte, indem man sich wie blöde auf dem Fahrrad abstrampelt. An sich wirklich eine witzige Idee - zumindest für alle, die zugucken. Nach dem ersten Schmunzeln, welches über mein Gesicht gehuscht war, habe ich mich gefragt, ob irgendjemand dieses Gerät jemals tatsächlich genutzt hat. Wer setzt sich an einem Flughafen schon auf so ein blödes Fahrrad und strampelt sich die Seele aus dem Leib? Was soll man denn da überhaupt aufladen? Um überhaupt irgendetwas damit zu erreichen, muss das Gerät doch bestimmt mindestens 30min an der Steckdose hängen. Aber wenn man da 30min am Fahrrad fahren ist, fängt man unweigerlich an zu schwitzen. Nebenbei sieht man natürlich aus wie ein kompletter Vollidiot, aber das nur so am Rande. Wer will denn auf einem Flughafen bitte schwitzen? Vor allem hängt man da ja wohl nur rum, wenn man demnächst noch einen Flug hat und da möchte ich auch neben niemandem sitzen, der die letzten zwei Stunden Fahrrad gefahren ist, um sein iPod wieder aufzuladen. Hat eigentlich mal jemand an die armen Sitznachbarn dieser Fitness-Strom-Freaks gedacht? Das ist doch unappetitlich! Da schmeckt einem das Flugzeugessen ja gleich noch viel weniger...

Neben dieser krassen technischen Erfindung kann man auf dem Flughagen natürlich auch noch etliche andere Dinge bestaunen. Unter anderen die flughafentypischen Geschäfte mit Schokolade, Parfüm und Alkohol. In Amsterdam gab es natürlich auch jede Menge Blumen, die man kaufen konnte. Von Samen, über frische Schnittblumen bis hin zu glänzenden Plastetulpen. Ich hatte kurzzeitig einen Schlüsselanhänger in der Hand, der ein kleines Tetrapack Milch abbildete. Sah wirklich ganz nett aus und war gut gemacht. Allerdings wollten die für diesen 1cmx0.5cm großen Anhänger geschlagene 4€! Das war es mir mit meinem knappen Studentenbudget dann leider doch nicht wert... Sorry Oguz ;D

Irgendwann ging dann aber auch schon der Weiterflug und zum Glück musste ich nicht neben einem der berühmten Amsterdamer Fahrradfahrer sitzen. In Manchester angekommen, ging es erstmal shoppen. Was sein muss, muss schließlich sein. Oder wie sagt man so schön: Manchmal muss eine Frau tun, was eine Frau tun muss! Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe tatsächlich Schuhe gefunden! Ihr wisst ja gar nicht, wie schwer es ist, geschlossene Sommerschuhe zu finden - die gut aussehen. Es ist nahezug unmöglich. Aber ich hab es geschafft und das Unmögliche möglich gemacht. Leider wird ein paar nicht reichen...

Nach der erfolgreichen Shopping-Tour, die neben einem Paar Schuhen auch noch eine neue Sonnenbrille abwarf, ging es kurz zurück ins Hotel und dann auf zum Konzert. Was ich an Konzerten ja unglaublich unschön finde, ist die ewige Warterei, bis es überhaupt losging. Nur, um es noch einmal kurz zu erwähnen, ich war seit 5:55 Uhr auf den Beinen und mittlerweile war es 18 Uhr. Ich stand vor dem Eingang der Konzerthalle zusammen mit vielen anderen. Zum Glück war - typisch für England - strahlender Sonnenschein angesagt und so konnte ich meine schmerzenden Füße zumindest in die Sonne halten... in Schuhen. Aber irgendwann ging es dann natürlich auch mal rein und so durfte ich mir noch geschlagene 90min ansehen, wie ständig irgendein Affe mit einer anderen Gitarre auf die Bühne ging, um einen Soundcheck zu machen. Eigentlich dachte ich ja immer, das machen die bevor die Leute da sind, aber ich lasse mich ja gern eines besseren belehren. Immerhin konnte ich in der Zwischenzeit die geballte englische Konzertbesuchersociety beobachten. Wie in der Berliner S-Bahn hatte natürlich JEDER ein Smartphone, ausnahmslos. Und JEDER fotografierte damit und machte Videos. Nun ja, bis auf den Typen vor mir, der spielte lieber Farmville. Er hatte da anscheinend ziemlich krasse Erntegeschäfte am laufen, die so wichtig waren, dass er sie sogar während des Konzertes überwachen musste.. Alter? Es ist schon unschön genug, dass ca. 30% der Leute bei dem ersten Bühnenauftritt der Stars nicht klatschen oder jubeln, sondern filmen oder fotografieren, aber Farmville zocken übertrifft sie ja alle. Und dann fielen mir wieder die Fahrräder in Amsterdam ein und mit einem Mal konnte ich mir ziemlich gut vorstellen, wie sich eine Horde Farmville spielender Smartphonesuchtis um die Plätze stritt, um auch als erstes ihr Handy aufladen zu können...

23.4.13 21:25


Abflug

Hallo Freunde,

nach einem schreibfreien Wochenende gibt es nun endlich wieder Neuigkeiten. Vielleicht gibt es ja einige von euch, die mir auf meiner Reise zumindest virtuell bei Twitter gefolgt sind. Dann kennt ihr schon ein paar Details dieses Wochenendes. Aber natürlich möchte ich euch die spannenden Einzelheiten nicht vorenthalten:

Los ging die ganze Geschichte an einem arschkalten, halbdunklen Morgen im April. Genauer gesagt vorgestern am Samstag. Es ist 5:55 Uhr und nachdem ich bereits zweimal wütend auf meinen Wecker eingeschlagen habe, beschließe ich, mich doch noch aus dem Bett zu quälen. Aufgestanden, fertig gemacht, losgegangen. Gefrühtückt wird in der S-Bahn. Bus pünktlich, S-Bahn pünktlich, Bus pünktlich - so weit, so gut. Aber es wäre ja keine spannende Reise gewesen, hätte alles wie am Schnürchen geklappt. Ich sitze also im Bus und gähne vor mich hin. Es sind noch 30min bis zum Boarding. Die Sonne scheint und die Frisur sitzt. Aber das ist jetzt nicht wesentlich und stimmt außerdem gar nicht. Jedenfalls bekomme ich am Rande meines verschlafenen Daseins mit, dass der Bus hält und Unruhe ausbricht. Vom Busfahrer kein Ton, wir stehen mitten auf einer Autobahnabfahrt. Gut, mitten ist übertrieben, wir stehen halb auf der Abfahrt und halb aufm Standstreifen. Von vorne ertönt ein unverkennbares Rauschen ähnlich der Zugansage. Der Busfahrer redet mit der Zentrale, während er auf der Autobahn parkt. Der Bus funktioniert noch, der Motor läuft. Die Klimaanlage nicht, aber das hätte uns alle wohl auch gewundert. Nach einigen Sekunden begreift auch mein verpenntes Ich die Lage. Es ist unglaublich aber wahr: Wir haben uns verfahren. Mit einigem Ohrenspitzen höre ich sogar aus 5m Entfernung, was die Zentrale dem Busfahrer rät. Fahren sie ab, wenden sie und ab wieder rauf. Vielleicht ist die Schallwellenausbreitung bei Busfunkgeräten irgendwie abnormal, so dass man besser versteht, was gesagt wird, je weiter man weg ist. Oder der Busfahrer hört einfach nicht hin. Oder er weiß nicht, was wenden heißt, dabei ist es doch das gleiche wie mit den Würstchen auf dem Grill! Unmotiviert fährt er wieder los und baut fast einen Unfall, da er außer seinem Gehirn scheinbar auch den Blick in den Spiegel vergessen hat. Wir fahren und fahren - weg vom Flughafen. Aus leichter Unruhe wird aufkommende Panik. Wir alle kennen das Gefühl zum Bus zu rennen und zwei Sekunden bevor man durchspringen kann, zu beobachten, wie die Türen sich schließen, während der Busfahrer fröhlich grinsend davon fährt. Nun Freunde, ein kleiner Tipp. Bei Flugzeugen ist das nicht viel anders, nur dass man so nah erst gar nicht herankommt. Ist man zu spät, ist das Flugzeug weg und anders als bei den meisten Bussen kommt das nächste nicht in 10min. In der Hoffnung ein Taxi zu ergattern und sich nicht noch weiter vom Flughafen zu entfernen, wollten einige Fahrgäste aussteigen. Aber der Busfahrer ignorierte ihre Bitten und fuhr ganz gemächlich weiter. Nunja, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, hat er den Weg dann irgendwann tatsächlich noch gefunden, aber ich sag euch, leicht war es nicht. Aber ein gutes hatte die Sache, da wir so viel Zeit verloren hatten, konnte ich vom Bus quasi sofort ins Flugzeug umsteigen. Vorher noch schnell durch die Handgepäckkontrolle. Wisst ihr was ganz gefährliche Sachen sind, die man beim Fliegen lieber nicht dabei haben sollte? E-Book-Reader! Heilige Scheiße, nehmt euch in Acht. Da passen nämlich so viele Bücher rauf, dass du soo lange vorlesen kannst bis auch der letzte im Flugzeug eingeschlafen ist, inklusive Pilot. Hochgefährlich!

Nachdem ich schließlich auch diese Kontrolle lebend überstanden hatte, schaffte ich es irgendwann tatsächlich bis ins Flugzeug und saß - wie sollte es anders sein - am Fenster. Sehr schön! So konnte ich auch direkt eine überaus informative Botschaft sehen, die auf ein Air Berlin Flugzeug gepinselt war, an dem wir vorbei cruisten. Sie lautete "BER - Europe's most modern Airport" und ich dachte mir: Hey! Es ist nicht schon peinlich genug, dass sämtliche Menschen, die für diesen Flughafen verantwortlich sind, scheinbar Vollhorste sind, nein, lasst es uns doch bitte noch in groß plakatierten Buchstaben um die halbe Welt fliegen! Damit auch der letzte Inselaffe weiß, dass Zählen scheinbar nicht die Stärke der deutschen Logistiker und Ingenieure ist. Ich meine, wie kann es sein, dass ein Flughafen, der  zum größten Deutschlands werden soll und als internationales Drehkreuz gehandelt wird, lediglich über acht (8) Gepäckbänder und sechsundneunzig (96) Check-In Schalter verfügt? Ein kleiner Vergleich: Die Flughäfen München und Frankfurt, welche ähnliche aber geplant kleinere, Dimensionen an Fluggästen zu bewältigen haben, besitzen 28 bzw. 35 Gepäckausgabebänder sowie 270 bzw. 420 Check-In Schalter. Außerdem besitzen die beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld, welche der neue Flughafenersetzen soll zurzeit 186 Abfertigungsschalter. Wie kann man denn einen Flughafen planen, der noch größer als all die genannten werden soll und schaut sich nicht einmal die simpelsten schon vorhandenen Vergleichsdaten an? Also eine kurze Frage: Welcher Hornochse hat diesen Flughafen geplant?

22.4.13 18:40


Haustiere und Pizza

Im Grunde genommen finde ich beides wirklich cool. Allerdings nicht zusammen, das passt irgendwie nicht. Ich weiß, wir haben hier ja ständig irgendwelche Skandale, aber dem Pferdefleisch in der Lasagne muss ja kein Meerschweinchen auf der Pizza folgen..

Um das mal ein wenig zu trennen, fangen wir mit Pizza an. Ich liebe Pizza! Allerdings kann ich mich nie entscheiden, welches meine Lieblingspizza ist. Das variiert je nach Laune, aber ein paar Lieblinge haben sich schon herauskristallisiert. Dazu gehört zum einen Pizza Hawaii - die bildet so einen schönen Kontrast zwischen würziger Tomatensoße mit Schinken und süßer Ananas. Meine Lieblings Pizza-Hawaii, die im Handel zu haben ist, ist übrigens von Ofenfrische. Die haben einfach eine uuultraleckere Soße kreiirt, die zwar mit Tomaten nicht mehr allzu viel am Hut hat, aber unglaublich lecker ist. Ein zweiter Favorit, besonders im Restaurant, weil Hawaii dort irgendwie zu Mainstream ist, gefällt mir Pizza mit Rucola und Parmesan unglaublich gut. Aber da muss der Rucola schön frisch sein und darf nicht allzu bitter schmecken. Meistens ist auf diesen Pizzen immer noch irgendein Schinken darauf, der in den meisten Fällen aber zu salzig gehalten ist und so oft nicht so ganz meinen Geschmack trifft. Außer natürlich ich habe ein großes Glas KiBa daneben zu stehen ;D Mein dritter Favorit ist eine unglaublich leckere Pizza von Ruf-eine-Pizza (höhö die sich Barbecue&Bacon nennt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Pizza mit Barbecuesoße und viiiel Bacon! Am liebsten nehm ich die Zwiebeln runter und mach dafür Mais rauf. Im Moment die absolut geilste Pizza, die ich kenne! Alles in allem muss aber auf jeder Pizza VIEL Käse sein (: Außerdem mag ich Pizza mit viel Belag und wenig Teig mehr.. genau so wie Torte ;D

Was ich dagegen nicht mag, ist Pizza mit Thunfisch, oder Peperoni, oder Oliven, oder zu vielen Zwiebeln.. ganz zu schweigen von irgendwelchen merkwürdigen Kombinationen mit Spiegeleier oder ähnlich verrücktem. Das ist ungefähr genauso komisch wie Eis mit Senf-Geschmack. Wirklich ziemlich komisch! Ich frage mich, wer sich diese merkwürdigen Dinge immer ausdenkt. Sind das Menschen, denen beim Eisessen aus Versehen das Senfglas runtergefallen ist? Oder die statt Schokostreuseln zum Chilipulver gegriffen haben? Ich meine, was geht denn da verkehrt? Wie kommt man auf solch abstruse Ideen? Die viel größere Frage ist allerdings, wie kann es sein, dass sich solche Obskuritäten vermarkten lassen? Jeder von uns hat schonmal etwas von BWL gehört... nein? - nunja, jeder von uns, hat ein Gehirn. Und dieses Gehirn sagt uns klipp und klar, ich werde nur etwas herstellen, von dem ich denke, dass es sich verkauft. Außer natürlich ich habe zu viel Geld und suche etwas, um es zum Fenster raus zu schmeißen.. aber auch da würden mir bessere Dinge einfallen - gebt es zum Beispiel einfach mir! Dann kann ich euch auch Eis mit Staub-der-in-der-letzten-Ecke-unter-dem-Bett-liegt-weil-der-Staubsauger-dort-nicht-hinkommt-und-niemand-unters-Bett-krabbeln-will-um-den-weg-zu-wischen-Geschmack machen! Krieg ich bestimmt hin.. ich meine jeder hat diese eine Staubflocke, die ihn schon sein halbes Leben begleitet. Manche unterm Bett, andere auf dem Schrank und bei einigen wenigen Exemplaren versteckt sie sich hinter der Stirn!

Da ich gerade keine Lust habe über Haustiere zu schreiben, erzähl ich euch was anderes. Ich hatte heute meine Vorstellung beim Betriebsrat des Unternehmens, in dem ich meine Bachelorarbeit in WOLFSBURG schreibe - gecheckt? Jedenfalls wollte der mich selbstverständlich in die Gewerkschaft locken. Gute Sache, so eine Gewerkschaft. Klar, haben die oftmals noch den Ruf irgendwo zwischen extrem unbeliebt und Hippie zu stehen und natürlich sind wir alle angepisst, wenn wir mal wieder hören, dass irgendjemand streikt, auf dessen Arbeit wir genau HEUTE angewiesen wären, aber im Prinzip sind es diese Jungs, die für den kleinen Arbeitnehmer da sind. Genau, sie sind für ihn da, wahren seine Interessen und nehmen seine Wünsche und Sorgen ernst, wenn es sonst niemand tut. Genauso gut verstanden fühlte ich mich, als der Betriebsrat mir vermitteln wollte, dass man durch eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft überall Rabatt kriegt, zum Beispiel auf Spaßbäder, Urlaub und - Schuhe. Wirklich? Meint er, damit lockt man alle Frauen in die Gewerkschaft, weil es sich bei denen eh nicht lohnt, ihnen die eigentlichen Vorteile zu erklären, wenn man sie doch auch ganz leicht mit diesem einen Wort locken kann? Schuhe! Einmal ausgesprochen und alle Frauen in einem Radius von 25 Metern folgen dir blind wie kopflose Zombies (Kann man ohne Kopf eigentlich blind sein?). Das klingt doch fast nach diesem Typen mit der Flöte der Ratten und später Kinder gefangen hat. Wenn schon die Gewerkschaft solche Weltbilder vertritt, dann braucht sich niemand zu wundern, warum es eigentlich Frauenbeauftragte gibt. Allerdings lockt vielleicht ebenjender Betriebsrat alle Mänenr mit Angeboten auf Playstations, Fußbälle und ... Frauen? Und eine Männerbeauftragte gibt es auch nicht. Warum sind Frauenbeauftragte eigentlich immer Frauen? Passend dazu ist es ja auch, dass der Bundestag heute das Gesetz zur offiziellen Aufnahme einer Frauenquote in die Führungsetage abgelehnt hat. Richtig so. Bei Friseuren fordert auch niemand eine Männerquote - wo soll man die ganzen Schwulen auch hernehmen? (no racist) Ich jedenfalls halte von solch einer Quote ziemlich wenig. Damit zwingt man die Unternehmen Frauen in die Führungsetage aufzunehmen. In einigen Unternehmen wird das heute schon so gehandhabt. Es gibt einige Frauen in den Führungsetagen großer deutscher Unternehmen. Merkwürdigerweise haben viele davon den gleichen Namen und auch das gleiche Gesicht... das ist es nämlich, was passiert, wenn man eine Frauenquote erzwingt. Sie wird erfüllt, aber eben immer von den gleichen Frauen. Oder es werden Frauen aufgenommen, die eigentlich gar keiner haben wollte - wem also, ist damit geholfen? In den meisten Fällen sollte man doch meinen,  Männer hätten genug Verstand, um den besten Bewerber unter vielen zu finden, ohne dabei auf das jeweilige Geschlecht zu achten. Leider, leider sind wir heute ja so gut organisiert und dokumentiert, dass man seine Identität nicht mehr geheim halten könnte. Sonst würde der Weg zur Vorstandsetage wohl wie die Papstwahl immer noch über den berühmten Klötengriff gehen...

18.4.13 21:14


Bin ich froh! Natürlich hätte ich euch liebend gern den Satz des Pythagoras bewiesen... aber der Themenvorschlag gefiel mir dann irgendwie doch besser :p

Wie kam ich zum Schreiben... das weiß ich auch gar nicht so genau, aber ich werde mal probieren dem auf den Grund zu gehen. Ich muss sagen, dass ich schon immer gern geschrieben habe. Allerdings waren es früher meistens Gedichte, die ich in meinen Notizblock gekritzelt habe.. ich weiß gar nicht, ob der noch irgendwo rumfuchst. Dann habe ich ewig nichts mehr geschrieben und vor kurzem hatte ich einen kreativen Ausbruch! Da habe ich angefangen zu schreiben, zu fotografieren und für Keyboardunterricht habe ich mich auch angemeldet. Und das als Ingeneur, man glaubt es kaum. Bin ich nun ein Multi-Talent oder nur ein verirrter Geist? Eher das zweite, das erste würde schließlich voraussetzen, dass ich für irgendetwas von all dem Talent hätte - und das lassen wir dann auch mal so im Raum stehen.

An der Sache mit der Fotografie bin ich dran und das ist auch wirklich interessant. Leider habe ich etwas zu wenig Zeit dafür. Wenn ich abends nach Hause komme, dann muss ich ja erstmal meine Geschichte weiterschreiben und meistens ist es dann schon fast dunkel. Aber ich habe Hoffnung - immerhin werden die Tage immer länger. Ansonsten bin ich tagsüber am Arbeiten und schreibe fleißig an meiner Bachelorarbeit, soll schließlich gut werden! Aber es gibt zum Glück ja auch Wochenenden. Das letzte Wochenende war ja sogar super Wetter! Von diesem Wochenende stammt übrigens auch mein Twitter-Profilbild.

Wie ich direkt zum Schreiben meiner FF kam, ist etwas schwieriger zu beantworten. Grundsätzlich hat das etwas mit zwei Träumen zu tun, die ich hatte. Der eine davon ist schon untergebracht und relativ am Anfang zu finden. Der zweite bildet höchstwahrscheinlich den Höhepunkt der Geschichte und wird erst kurz vor dem Schluss kommen. Warum es eine Fanfiktion wurde und keine normale Geschichte? Weil sich mir auf dieser Homepage die Plattform bot, meine Geschichte zu publizieren. Außerdem konnte ich so einige Gedanken, die mich bewegten mit in die Geschichte einbauen. Meine Meinung von Y-Titty und den anderen Jungs ist im Übrigen real (: Ebenso wie einige andere Fakten der Geschichte, die ich jetzt nicht alle aufzählen möchte. Das Verfassen der Geschichte gibt mir die Möglichkeit etwas zu erschaffen. Ich habe ziemlich oft, wenn ich mal Freizeit habe, die Lust dazu etwas zu machen, irgendetwas zu tun, was am Ende sichtbare Ergebnisse erzielt und auch von anderen akzeptiert wird. Das scheint mir der Geschichte ganz gut zu klappen.

Ich kann verstehen, dass die betreffenden Personen, in diesem Fall also sämtliche auftretende YouTuber es merkwürdig finden müssen, Geschichten über sich zu lesen. Jedem von uns würde es genauso gehen. Ich nehme an, das Schreiben dieser Geschichten, birgt den Wunsch in sich, sich mit den Personen zu beschäftigen. Da die Anzahl an verfügbaren Material aber begrenzt ist, erschafft man sich seine eigene Welt, in der man die bewunderten Stars nun aufleben und nach seinen Wünschen leben lassen kann. Dabei bleibt es natürlich nicht ungeschrieben, dass die Autoren ihre eigenen Wünsche und Träume in die Geschichten flechten.

Ein Rätsel sind mir, ebenso wie Andre ;D , die fielen Slash Geschichten. Aber auch dafür greift meine Theorie der Beschäftigung. Ich denke nicht, dass die Autoren wirklich wollen würden, dass die beteiligten Personen tatsächlich homosexuell sind, denn in den meisten Fällen handelt es sich wohl um Autorinnen. Natürlich gibt es bestimmt auch Ausnahmen, die sich ihren Lieblingsstar vielleicht lieber als besten denn als festen Freund wünschen und so ein schwuler Touch ganz passend wäre, aber im Allgemeinen ist der Autor einfach bemüht zwei Lieblingscharaktere in eine Geschichte zu packen. Und was wäre einfacher, wenn man eine Lovestory mit zwei Personen schreiben möchte, als eben diese beiden aufeinander treffen zu lassen? Außerdem ist es doch ein gutes Zeichen für die Offenheit unserer Gesellschaft, dass Homosexualität als Normalität behandelt wird!

Nun denn, in meiner Geschichte dürft ihr jedenfalls nicht mit einem Slash-Pairing rechnen. Auch fliegende Drachen, sprechende Bäume oder ins Koma fallende Prinzessinnen werden eher nicht darin vorkommen. Trotz der vielen kitschigen Geschichten, die es gibt, und auch meiner Geschichte ist ein gewisses Maß an Schnulzerei nicht abzusprechen, versuche ich doch eine möglichst realitätsnahe Geschichte zu verfassen. Da ich auch schon mehrfach auf Unstimmigkeiten zwischen der Geschichte und der Realität aufmerksam gemacht wurde, scheint diese Botschaft scheinbar angekommen zu sein. Auch wenn ich noch bei keiner anderen Geschichte ähnliche Kommentare gelesen habe ^^

Ich hoffe, eure Fragen wurden geklärt (: Wenn nicht, stellt mir weitere oder macht Vorschläge für die nächsten Einträge, auf bald

eure YThaleia ;D

17.4.13 22:21


Winter und Sommer

Ein trauriger Tag ): Soo wenig Feedback..

Aber da ich gestern einen Vorschlag bekommen habe, schreibe ich euch auch was dazu. Die Frage war, was ich von dem langen Winter halte und ob ich mich auf den Sommer freue. Das ganze könnte ich nun in wenigen eindrucksvollen Worten abhandeln, aber dann bräuchte ich mich wohl wahrlich nicht mehr zu wundern, warum ich kein Feedback von euch kriege ;D

Grundsätzlich finde ich Winter ganz schnieke. So wie eigentlich jede Jahreszeit. Mir gehts jedenfalls immer so, dass ich die Jahreszeit, die gerade kommt, am meisten mag Das ist immerhin die, die am weitesten zurück liegt und da man sich bekanntlich immer das wünscht, was man nicht hat, ist dieser Schluss auch nur naheliegend. Die Freude vergeht aber meistens nach einigen Tagen wieder und dann freut man sich auf das nächste viertel Jahr.. oder das vorangegangene. Beim Winter ist das noch ausgeprägter als bei anderen Jahreszeiten. ich meine, jeder freut sich über den ersten Schnee. Außer natürlich, du musst Schnee schippen, mit der Berliner S-Bahn auf Arbeit fahren, dein Auto freischaufeln oder rutschst auf der ersten Schneeflocke aus und  brichst dir das Bein. Habe noch keinen erlebt, der sich darüber gefreut hätte - aber es gibt für alles ein erstes Mal, also berichtet mir doch von euren Erfahrungen ;D

Wenn der erste Schnee dann aber zum ersten Matsch geworden ist, hat man schon das erste Mal keinen Bock mehr auf Winter. Winter hat man sowieso (eigentlich genauso wie Sommer) nur gern, wenn man Freizeit hat. Niemand sitzt gern in der Schule/Uni/Arbeit und denkt darüber nach, wie schön er jetzt Schneemänenr bauen (oder am See liegen) oder Huskies vor den nächsten Schlitten spannen könnte. Gut, es gibt generell viele Leute die an den genannten Orten nicht gern sitzen. An was auch immer sie dort denken..

Jedenfalls hört bei mir die Liebe zum Winter spätestens dann auf, wenn am Morgen des Heiligabend weder Sonne noch Schnee zu sehen sind, sondern lediglich eine graue Wüste verstorbener Bäume und Büsche. Es gibt ja viele trostlose Dinge auf dieser Welt, aber das gehört zweifelsohne dazu. Ganz schlimm wird es übrigens, wenn es Ende März noch schneit und man eigentlich nach einigen wenigen warmen Tagen schon sämtliche Wintersachen verbrennen und nie wieder sehen wollte. Aber so konnte man sich wenigstens an dem Feuer wärmen. Je nachdem wie viele Wintersachen zum Verbrennen man hatte, hat einem das dann ausgereicht oder man musste sich neue Sachen kaufen. Das ist Ende März wahrlich nicht einfach. Neben der Möglichkeit sich mit 100 neu erworbenen Bikinis zuzudecken, kann man natürlich immer noch zur Schlauchschalsammlung greifen - allerdings wird man dann relativ schnell bewegungsunfähig oder entwickelt zumindest die Silouhette des Michelin-Männchens ... wer will das schon?

In den Kopfkinos eines jeden Winterleidenden bietet der Sommer natürlich ungeahnte Möglichkeiten. Man träumt von den ersten warmen Tagen und kann es kaum erwarten, bis diese da sind - bis sie dann tatsächlich da sind. Dann schwitzt man sich zu Tode und freut sich auf den September, wenn die Temperaturen langsam wieder angenehm werden. So ist das, wenn man immer das will, was man gerade nicht hat. So wie ich jetzt gern ein paar Erdbeeren hätte..

16.4.13 22:43


Alter Falter, Sommer oder was ?? Es ist einfach soo warm heute gewesen. Es war so unglaublich geil. Ich liebe Frühling (: In Wolfsburg erkennt man den nahen Frühling an unzähligen blühenden Krokussen sowie Milliarden von wilden Kaninchen, die aus ihren Löchern krabbeln. Ich habe wirklich noch nie so viele Kaninchen wie in Wolfsburg gesehen.. es ist unglaublich. Vielleicht sollte man die Stadt umbenennen?! Wobei Kaninchenburg natürlich nicht besonders… eindrucksvoll klingt..

Da ihr etwas übers Studium hören wolltet, schreibe ich jetzt etwas über das schöne Unileben. Danach bin ich aber am Ende mit den Vorschlägen, also schreibt mir doch neue (:

Wie ihr vielleicht schon entdeckt habe, studiere ich in Berlin. Genauer gesagt an der Technischen Universität (jetzt kommt‘s) Berlin! Ich weiß, kreativer Name, aber es ist ja auch eine technische Uni. Wobei wir auch einige wenige geisteswissenschaftliche Studiengänge haben. Ich hab mir sagen lassen, dass diese eingeführt wurden, weil Ingenieure und Naturwissenschaftler scheinbar nicht in der Lage sind, sozialkritisch zu denken. Vor vielen, vielen Jahren nämlich, als wir alle noch Quark im Schaufenster waren, da wurde die Technische Universität Berlin bei der Machtergreifung Hitlers als eine der ersten Institutionen gleichgeschaltet. Damit so etwas nicht noch einmal passiert, haben wir jetzt Studiengänge, die auch intelligente, denkende Menschen heranzieht. Moment – soll das heißen Ingenieure und Naturwissenschaftler wären nicht in der Lage eigenständig zu denken und aus der Geschichte gewissen Schlüsse zu ziehen und zu lernen? Scheinbar schien irgendein schlauer Mensch das gedacht zu haben, denn das Ergebnis seiner Überlegungen sehen wir heute.

Aber es gibt noch ganz andere unglaubliche Gerüchte die in der Uni kursieren. Eines davon habe ich selbst in einer Vorlesung gehört. Dort wurde erwähnt, dass die Uni in der Lage wäre innerhalb von zwei Wochen auf Mobilmachung umzuschalten. Das erkennt man nämlich daran, dass wir Aufgaben rechnen, in denen die Flugbahn und Geschwindigkeit, sowie der Impuls eines Balls bestimmt wird, der aus einer Tennisballwurfmaschine geschossen wird. Durch scharfes Hinsehen und gründliches Nachdenken kann man nun die zweifelsohne naheliegende Ähnlichkeit zwischen dieser Tennisballwurfmaschine und einer Kanone erkennen. Sieht man jedoch genauer hin, so fällt einem auch die verblüffende Gleichartigkeit zwischen der genannten Tennisballwurfmaschine und einem Toaster auf! Die Uni könnte also innerhalb weniger Tage in eine ultrakrasse Toastfabrik gepolt werden. Oh mein Gott! Aber zum Glück haben wir ja sozialkritische, denkende, intelligente Menschen, die solch einen globalen Fauxpas sicher verhindern würden. Ich bin erleichtert.

Ansonsten findet man an der Uni eigentlich alles. Vom strebenden Fanatiker, der den ganzen Tag nur von der letzten Vorlesung und seinen eigenen unfassbaren Erkenntnissen spricht, bis hin zum chilligen Hipster, der seine Zeit eigentlich nur auf dem Weg zwischen dem nächsten Kaffeeautomaten und dem Vorlesungssaal verbringt. Irgendwo an der Uni gibt es bestimmt auch Chai Latte.. ich hab noch keinen gefunden, aber vielleicht sieht man manchmal den Chai Latte vor lauter Club Mate Flaschen nicht. Mich stellt zufrieden, dass ich weiß, wo es meinen heiß geliebten Mango Lassi gibt.

Vorschläge!  Bitte (:

15.4.13 21:30


Berlin

Vielen Dank für die Vorschläge (:

Da es ja gewünscht wurde, erzähl ich euch mal was über Berlin ;D Also das erste, was wahrscheinlich interessant ist, dass ich in Berlin geboren bin und immer noch dort wohne. Nagut, zurzeit wohen ich in Wolfsburg, weil ich hier meine Bachelorarbeit schreibe. Aber im Normalfall wohne ich in Berlin zuhause bei Mami und Papi (:

Was kann ich euch sonst über Berlin erzählen ?? Unserer alles Hauptstadt ist mit einem grooßen Netz an öffentlichen Verkehrsmittel verbunden. S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Kann man alle benutzen, wenn man Lust hat zusammengedrängelt zwischen stinkenden Leuten zu stehen und das Gefühl zu haben, nie anzukommen. Es ist herrlich, wirklich! Denn sobald du drin bist, kannst du dir zumindest sicher sein, dass das Gefährt auch wirklich kommt. Das ist nämlich das zweite Problem mit den Berliner Öffentlichen. Wenn du nicht gerade das Glück hast zwischen Knoblauchatem und zu viel Aftershave zu stehen, dann stehst du in den meisten Fällen frierend an irgendeiner Bushaltestelle oder an einem Bahnhof. Es ist nämlich so, müsst ihr wissen, in Berlin kommt jedes Jahr völlig überraschend - Winter! Ich weiß, ich weiß, man glaubt es kaum, aber teilweise schneits da sogar. Bei S-Bahnen kann das ganz schön gefährlich werden. Jedenfalls wüsste ich nicht, was es sonst für einen Grund haben könnte, dass die S-Bahn einfach nicht mehr fährt, sobald auch nur eine Schneeflocke auf den Gleisen liegt...

Wo wir gerade so schön dabei sind, kann ich euch noch von meinem absoluten Lieblingserlebnis mit der Berlin S-Bahn berichten: Es ist Samstag Nacht. Es ist 2.30 Uhr und ich bin in Berlin-Tegel bei einem Kumpel. Ich will nach Hause nach Mahlsdorf. Um es zu veranschaulichen, diese Strecke legt man bei funktionierenden Verbindungen tagsüber in guten 90 Minuten zurück. Nur zum Vergleich, der RE oder IC vom Berliner Hauptbahnhof nach Wolfsburg fährt zwischen 70 und 80 Minuten... Jedenfalls steige ich in die S-Bahn ein und bin nach unglaublichen 30 Minuten in Berlin Friedrichstraße angekommen - das liegt ungefähr in der Mitte. Geschwind eile ich zum nächsten Bahnsteig und dort erwartet mich die heiß ersehnte Meldung, dass meine Bahn natürlich erst in 28 Minuten kommt. Gott sei Dank, war es gerade Mitte März und wir hatten berauschende 5°C, für das leibliche Wohl war also gesorgt. Tatsächlich kam die Bahn sogar pünktlich und so fuhr ich zusammen mit etlichen Spaniern und anderen Nachtaktiven in Richtung Heimat. Aber es wäre nicht meine Lieblingsgeschichte, wenn sie hier schon enden würde! Angekommen im Berliner Ostbahnhof (hier hatte ich schon vier Stationen hinter mir und noch acht vor mir) ereilte uns alle die Meldung, dass der Zug ausgetauscht würde. So stürmten also alle aus dem kuschlig warmen Zug, der ein angenehmes Aroma nach alkoholisierten Feiernden mit sich trug, und drängelten uns auf dem schweinekalten Bahnsteig, um das gegenüberliegende Gleis zu erreichen, in dem der neue Zug tatsächlich schon bereit stand. Nun ja, bereit ist nun nicht gleich bereit und nach erfolgtem Zugwechsel vergingen noch einige Minuten, bis dieser auch tatsächlich losfuhr.

Mir ist bis heute nicht klar, warum in Berlin ständig die Züge getauscht werden müssen, aber in diesem Fall schien es mir voll verständlich. Nach einer halben Station hielt der Zug und während er so zwischen zwei Stationen vor sich hindümpelte wurden in der S-Bahn immer mehr Rufe laut, was denn hier eigentlich losginge. Das Aroma, welches aus dem ausgetauschten Zug schon bekannt war, hatte sich auch auf diesen Zug übertragen und wurde langsam unerträglich. Es dauerte eine geschlagene viertel Stunde (15min) bis der S-Bahn Fahrer, den man im Übrigen schon gesichtet hatte, wie er ausgestiegen war und sich seinen Zug angeschaut hatte, es für nötig hielt eine Durchsage zu machen. Um es kurz zu machen sagte er ungefähr das: "Hallo, wir stehen hier und fahren nicht weiter." Aha!, dachte ich mir, na dann ist ja alles klar. Eine weitere viertel Stunde verging bevor die nächste Durchsage kam, in der berichtet wurde, dass der (ich wiederhole: Eben eingesetzte!) Zug defekt sei und wir nun auf die Polizei warten müssten, damit diese uns evakuiert. Die Polizei traf zehn Minuten später dann auch tatsächlich ein. Allerdings öffneten sie lediglich die Türen und gaben Anweisungen den Zug nicht zu verlassen. Einige todesmutigen Spaniern gelang tatsächlich die Flucht aus diesem Spektakel und sie waren nie wieder  gesehen. Nur wenige (oder viele?) Minuten später begann schließlich die Evakuierung der S-Bahn. Geschuldet der Uhrzeit und dem Alkoholpegel der Beteiligten, sowie der Dunkelheit und dem unmöglichen Weg, dauerte diese etwas länger. Nach getaner Evakuierung befanden wir uns alle wieder im Berliner Ostbahnhof - Moment! Hier waren wir doch vor 50 Minuten schon gewesen? Da hieß es doch unser Zug wurde ausgetauscht... In der Ferne sah ich noch unseren gestrandeten Zug und beglückwünschte die S-Bahn Leitstelle zu dieser hervorragenden Entscheidung. Organisiert und fahrgastbewusst wie die S-Bahn nun mal ist, stand zum Glück schon ein Zug bereit, der uns wieder in die Innenstadt befördern sollte. Das Gleis stadtauswärts war ja blockiert...

In der Zwischenzeit schien sich die Anzahl der Menschen verdreifacht zu haben, denn ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen, wie ich an die Scheibe der Bahnsteig abgewandten Seite gedrückt wurde und die nächste halbe Stunde damit verbrachte aus dem Fenster zu sehen und 35 (FÜNFUNDDREISSIG) Taxis zu zählen, die die wenigen Vernünftigen abholten, die an diesem Abend in keine S-Bahn mehr steigen wollten. Der Rest der Nacht verlief dann erstaunlich ereignislos. Die Bahn fuhr tatsächlich irgendwann los und beförderte mich zum Alexanderplatz, an dem ich in die U-Bahn stieg. Diese brachte mich nach Wuhletal, wo ich beschloss die restlichen zwei S-Bahn-Stationen lieber zu Fuß zu gehen, als noch einmal auf eine dieser Bahnen zu warten. Wahrscheinlich war dies eine der weisesten Entscheidungen, die ich in meinem kurzen Leben getroffen habe - wer weiß, was sonst noch passiert wäre? Als Resumee lässt sich sagen, dass ich statt der ursprünglichen 90 Minuten nun knapp drei Stunden unterwegs war. In dieser Zeit wäre ich aus Berlin schon fast in Hamburg gewesen - vielleicht sollte ich mein Ziel das nächste mal einfach überdenken?

14.4.13 21:14


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