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Warten

Es ist schon wieder Freitag! Am Anfang der Woche habe ich noch gedacht, ich werde das Ende niemals erleben, die Woche wird niemals zu Ende gehen. Und jetzt ist es fast so weit. Nur noch wenige arbeitssame Stunden und schon ist Wochenende! Einfach unglaublich wie man am Anfang jeder Woche denkt, dass diese ewig dauern wird und am Ende glaubt man, dass Montag doch erst gestern gewesen wäre.
Ich nehme an, das ist die Relativität von Zeit. Auch Einstein hat einmal einen schönen Vergleich gebracht: "Wenn du mit einem Mädchen, das du liebst, zwei Stunden zusammensitzt, denkst du, es ist nur eine Minute. Wenn du aber nur eine Minute auf einem heißen Ofen sitzt, kommt dir das wie zwei Stunden vor. Das ist Relativität!"
Er hatte zwar Recht damit, aber es ist nicht nur das Mädchen, das die Zeit verkürzt oder der Ofen, der die Zeit verlängert. Es ist die Frage, ob man auf etwas wartet oder nicht. Denn, wenn du auf einem heißen Ofen sitzt, dann machst du nichts anderes, als daran zu denken, wann du endlich wieder da runter kannst. Du wartest nur darauf, dass diese Minute vorbei ist. Sitzt du jedoch neben einem Mädchen, dann genießt du den Augenblick. Du freust dich über jede Sekunde und wartest nicht etwa darauf, dass die Zeit schneller vergeht.
Diese Warterei begleitet uns durch unser ganzes Leben. Wir warten darauf, endlich allein aufs Klo zu gehen. Wir warten im Kindergarten, dass unsere Mutti uns endlich abholt. Wir warten, endlich in die Schule zu kommen. Wir warten, bis die Schule wieder vorbei ist. Wir warten auf unseren ersten Kuss, unseren ersten Freund und unser erstes Mal. Wir warten darauf, volljährig zu werden. Unser ganzes Leben gibt es irgendetwas worauf wir warten.
Es gibt weniger akute Dinge, wie das Warten auf die Volljährigkeit, die man zwar herbei sehnt, sich aber nicht jeden Tag den Kopf darüber zerbricht.  Und es gibt eine Warterei, die einfach nur ätzend ist, wie das Warten auf den nächsten Bus. Und es gibt diese gewisse Warterei, die einen total kirre werden lässt. Das kann das Warten eine eine Zusage, für den gewünschten Studiengang sein. Das Warten auf den nächsten Tag, an dem man endlich seine Geburtstagsgeschenke auspacken kann. Das Warten auf das nächste Prüfungsergebnis. Wir warten und warten und können an nichts anderes mehr denken. Während wir warten vergeht zudem auch die Zeit einfach nicht. Wir haben das Gefühl, dass wir eine Ewigkeit nur damit verbringen zu warten und nichts zu tun. Manchmal sind es wichtige Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Manchmal eine Nachricht, die unsere Zukunft bestimmen könnte. Wahrscheinlich verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens damit auf irgendwas zu warten.
Dabei ist warten an sich eigentlich ein Hindernis zum glücklich werden. Denn wenn wir im Augenblick gerade wirklich glücklich sind, dann warten wir nicht. Außer natürlich wir sind unheilbare Pessimisten, die darauf warten, dass die Welt untergeht. Warten macht unglücklich (nimmt man die Vorfreude einmal aus). Wie viele Menschen sitzen wohl den ganzen Tag auf Arbeit und tun nichts anderes, als auf den Feierabend zu warten? Das ist wohl nicht gerade ein Zeichen dafür, dass ihnen dieser Job Spaß macht und sie gern auf Arbeit sind. Dennoch ist diese Warterei etwas, das unser Leben bestimmt. Eigentlich ist das ziemlich traurig.
Am schlimmsten wird es aber, wenn sich die Warterei potenziert. Denn wir können selbstverständlich auch auf mehrere Sachen warten. So wie ich gerade nicht nur auf den Feierabend, sondern gleichzeitig auf eine Mail und einen Anruf warte.
14.6.13 13:22


Motivation

So Freunde, nach längerer Zeit mal wieder etwas für euch (: Ihr werdet es kaum glauben, aber ich hatte ein wenig Stress.

Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich manchmal zurück in meine Schulzeit sehne. Neben einem unschlagbaren Schulweg von 20 Minuten... Moment, der war durchaus schlagbar, denn ich hatte einen der weitesten Wege. Aber was sind 20min Weg zur Schule gegen über 1h Weg zur Uni? Jedenfalls: Neben einem unschlagbaren Schulweg hatte man einfach soooo viel Freizeit! Jetzt werden bestimmt einige von euch missmutig grummelnd im Kreis hüpfen und mir ist durchaus bewusst, dass das nicht für alle Schüler zutrifft, aber die reine Unterrichtszeit ist doch deutlich geringer als alles, was man danach wird studieren oder arbeiten müssen. Ich kann mich erinnern, dass ich bis zur 13. Klasse (jaa, in Berlin sind 13 Jahre bis zum Abi normal) teilweise noch um 11.15 Uhr Schulschluss hatte. Wie göttlich es wäre, noch einmal um 11.30 Uhr nach Hause zu kommen. Stattdessen schreibe ich momentan an meiner Bachelorarbeit und habe durchschnittliche Arbeitszeiten von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Das Gute daran ist natürlich die Gleitzeit und noch besser ist es, dass man einfach nach Hause kommen kann und nichts mehr zu tun hat. Allerdings ist der Vergleich mit der Schule da zwar machbar aber nicht maßgebend. Wenn ihr euch über die Hausaufgaben in der Schule beklagt, dann fangt erstmal an zu studieren Freunde. Das ist vielleicht ein Spaß!

Ich kann euch nur raten, dass ganze nicht zuu ernst zu nehmen und auf biegen und brechen in Regelstudienzeit oder noch darunter zu bleiben. Damit versaut ihr euch eure Freizeit und wenn ihr Pech habt, gleich noch eine Beziehung oder euer Leben dazu. Das ist weder schön noch zielführend. Denn nur, wenn ihr den Spaß an der Sache behaltet und nebenbei noch einen Ausgleich schafft, wird euch die Motivation bis zum Ende des Studiums erhalten bleiben.

Motivation ist etwas ganz wichtiges im Leben. Denn ohne Motivation verlieren wir im Handumdrehen den Spaß an einer Sache und somit auch die Fähigkeit etwas zu leisten. Wobei Spaß und Motivation natürlich nicht immer einhergehen. Über eine gewisse Zeit kann man mit der richtigen Motivation durchaus auch etwas leisten, das einem keinen Spaß macht. Hat man jedoch ein Ziel vor Augen und arbeitet auf etwas hin, so wird man trotzdem weitermachen. Noch wichtiger als den Spaß ist es also die Motivation zu behalten, bei was auch immer ihr anfangt. Motivation ist ein wenig äquivalent  mit Hoffnung. Wer die Hoffnung verliert, wird auch den Kampf verlieren. Genauso ist das mit der Motivation. Verlierst du sie, bist du verloren.

Solltet ihr irgendwann einmal so weit sein, sei es bei eurem Studium, eurer Beziehung, eurem Hobby oder was auch immer,  so kann ich euch nur raten, zeitweilig etwas anderes zu machen. Denn so findet ihr vielleicht heraus, warum ihr die Motivation verloren habt, und ob sich das nicht wieder beheben lässt. Einmal etwas komplett anderes zu machen und sich zu vergegenwärtigen, dass man dort, wo man vorher war, eigentlich goldrichtig war oder eben auch nicht, lässt uns eine Bestätigung unserer Handlungen finden. Kehrt man dann zurück, weiß man, warum man sich so entschieden hat. Denn gefällt euch euer neuer Zeitvertreib rein gar nicht, dann habt ihr die Motivation daraufhin zu arbeiten, nie wieder dorthin zu müssen.

Ein Stück weit ist Motivation auch eine Frage der Einstellung. Man kann sich alles schlecht reden, wenn man nur will. Andererseits schaffen es auch manche Menschen, sich alles gut zu reden, aber ich finde das bedeutend schwerer. Das ist so, als ob wir uns nach den Sommerferien vornehmen, dieses Schuljahr immer pünktlich die Hausaufgaben zu machen und fleißig für alle Klausuren zu lernen. Wir alle wissen, wie das endet. Nämlich genau wie das letzte Schuljahr und das vorletzte und das davor und das davor. Wir werden genauso wenig machen wie immer. Aber nächstes Jahr, da machen wir alles besser, schließlich sind wir hochmotiviert!

 

PS: Passend zum Thema der heutige #goattalk ab 20 Uhr auf http://www.youtube.com/user/goattrip Schaut doch vorbei (:

12.6.13 18:30


Freunde bleiben?

Ich weiß, ihr wollt irgendwas lustiges aus meiner Schulzeit hören, aber heute bin ich einfach nicht in der Stimmung dafür, also verschieben wir das auf später.

Glaubt ihr daran, dass man nach einer Trennung noch miteinander befreundet sein kann? Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, wie eine Trennung aussehen kann, dass es auf diese Frage keine pauschale Antwort geben kann. Es gibt Trennungen, die man gemeinschaftlich beschließt und meiner Meinung nach ist es in solch einem Fall durchaus möglich, den Kontakt zu halten. Es gibt aber auch Trennungen, die deutlich anders ablaufen. Wird man betrogen, so ist der Wille eine Freundschaft aufzubauen sicherlich geschwächt. Wir bilden uns ein den anderen zu hassen. Doch tun wir das? In den seltensten Fällen schlägt Liebe in einem Augenblick zu Hass um. Wir sind sauer, traurig, wütend, enttäuscht, zornig und verbittert - ja - aber wir lieben. All diese Gefühle können vielleicht täuschen, doch geht man in sich, weiß man, dass man immer noch liebt. Nicht umsonst ist man dermaßen verletzt. Denn verletzen lassen wir uns nur von Menschen, die wir lieben. Sicher, Anerkennung sucht man überall und wenn der fremde Typ auf der Straße unsere neue Hose hässlich findet, dann ist auch das verletzend. Aber es ist kein Vergleich zu dem, was uns ein geliebter Mensch antun kann.

Bei einer einseitigen Trennung ist es immer schwierig danach normal miteinander umzugehen. Manchmal geht man im Streit auseinander und manchmal nicht. Nach einem Betrug ist es besonders schwer eine Freundschaft aufzubauen, da man nichts hat, auf dem man aufbauen kann und das Vertrauen, welches für eine Freundschaft nötig ist, schon zerbrochen am Boden liegt. Doch auch, wenn eine Trennung ohne konkreten Anlass geschieht, ist es nicht einfach. Denn oftmals ändert es für den, der verlassen wurde, gar nichts. Es gibt keine eindeutigen Gründe, es war mehr so ein Gefühl des anderen. Oder es gibt Gründe, die verschwiegen werden. In beiden Fällen bleibt die Hoffnung erhalten. Und Hoffnung kann für eine Freundschaft schwierig werden. Denn oftmals sind wir genervt von zu viel Hoffnung. Bleibt der verlassene Partner an seiner Liebe hängen und erzählt wieder und wieder wie schön es war und werden könnte, so haben wir ihn irgendwann satt. Obwohl wir ihn immer noch mögen und und gut mit ihm verstehen, schaltet unser Körper auf genervt. Warum? Weil wir nicht hören wollen, was er sagt. Es ist uns unangenehm, es verletzt uns, es bringt uns dazu, uns schuldig zu fühlen und an unserer Entscheidung zu zweifeln. Nach einer Entscheidung sich zu trennen, will man nicht darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht doch schön war und die Trennung falsch. Alles was man will, ist eine Bestätigung, das Richtige getan zu haben. So wie immer im Leben. Um uns zuschützen, geben wir die Freundschaft auf, die vielleicht möglich gewesen wäre. Doch das ist eine Entscheidung, die jeder selbst treffen muss. Laufen wir vor unseren Schuldgefühlen und unserem eigenen Schmerz davon und schmeißen alles weg, das wir gehabt haben und vielleicht haben könnten oder stellen wir uns dem, was auch immer kommt, und gewinnen am Ende vielleicht einen guten Freund?

27.5.13 18:24


Tage wie diese

Es gibt Tage, die möchte man am liebsten gar nicht erleben. Man möchte vorher nicht an sie denken und man möchte ihre Nachwirkungen nicht spüren. Sie müssen existieren, weil irgendetwas wichtiges an ihnen entschieden wurde oder passiert ist, aber mehr möchte man mit diesen Tagen nicht zu tun haben.
Leider gibt es manchmal einfach zu viele von solchen Tagen. An einigen von ihnen steht eine wichtige Prüfung an, an anderen muss man vielleicht ein geliebtes Haustier einschläfern lassen und an weiteren Tagen ist es eine Trennung, die man nicht erleben will. Trennungen egal welcher Art sind immer traurig. Meist endet damit ein Lebensabschnitt und man kann sich nie sicher sein, was der nächste bringt. Oft verliert man den Kontakt zu einem Menschen, der einem zumindest über lange Zeit viel bedeutet hat, wenn nicht sogar immer noch. Manche Trennungen sehnt man herbei, aber die meisten will man nicht. Manche will man, fühlt sich danach aber nicht besser. Manche Trennungen will man auch nur teilweise, muss dann aber feststellen, dass aus dem gewollten Teil doch ein ganzes geworden ist. Trennungen sind niemals leicht. Nicht für den der bleibt, noch für den der geht. Weder für den, der sie ertragen muss, noch für den, der sie verursacht hat.
Niemand will eine Trennung. Denn der Mensch ist einfach nicht dafür geschaffen, allein zu sein. Und egal, wie sehr man sich eine Trennung manchmal wünscht. Ist sie vollzogen, sehnt man sich nach der menschlichen Nähe, die man nun verloren hat und wenn es nur die eingebrannte Gewohnheit ist.
 
Sagt oder schickt mir Themen, über die ich schreiben soll (:
Twitter: @YThaleia
21.5.13 22:45


Klickgeilheit und andere Neuzeitkrankheiten

Freunde,

heute etwas zum Thema Klickgeilheit, weil es mir schon seit geraumer Zeit tierisch auf die Nerven geht. Ich beziehe mich dabei auf etliche YouTube-Kommentare mir unbekannter Nutzer. Das heißt, dass ich weder Alter noch Bildungsstand dieser Personen einschätzen kann. Nun ja, ich korrigiere mich: Ich kann weder Alter noch Bildungsstand wissen, schätze beides aber nicht allzu hoch ein.

Was heißt klickgeil? Dem Wortlaut nach beschreibt es die Geilheit auf Klicks, also Aufrufe. Schauen wir uns das einmal genauer an: Im Internet werden Menschen, die Content hochladen, als klickgeil verurteilt, von Menschen, die auf deren Content geklickt haben. Für YouTuber heißt das praktisch, sie wären geil darauf, dass andere Menschen ihre Videos anklicken. Im weitesten Sinne kann auch der Klick auf den Like-Button oder die Tweet- bzw. Teilfunktion darunter zählen. Fasst man das also zusammen, so sind als klickgeil beschimpfte YouTuber geil darauf, dass ihre Videos angesehen, gemocht und verbreitet werden. Für das geamte Internet gilt natürlich das gleiche. Demnach ist jeder klickgeil, der will, dass sein Content angesehen, gemoch und verbreitet wird.

Was sagt mir das? Richtig, dass alle Menschen dieser Welt, die einmal etwas ins Netz gestellt haben, klickgeil sind. Wie auch nicht? Niemand lädt irgendetwas hoch, schreibt etwas, macht Videos von sich, schießt Bilder, singt Lieder uvm. und will nicht, dass andere es sehen. Ich schreibe diesen Blog, damit ihr ihn lest, die ZDFmediathek lädt Videos hoch, damit ihr sie seht, auf ebay werden Sachen eingestellt, damit ihr sie seht, Zalando bietet ein Verkaufsportal, damit ihr es seht und youporn... ja auch youporn will, dass ihr gewisse Dinge seht. Alle Internetseiten dieser Welt - klickgeil! Google, Twitter, ebay, Amazon, die Frankfurter Börse, der Berliner Flughafen, Al Quaida, die Telekom, das Weiße Haus, Aldi, Kellog's, die französische Botschaft, Apple, das Hotel eures letzten Urlaubs, VW, Esprit, Lady Gaga, Siemens, Legoland, Tempo, die deutsche Bahn, der Bäcker von nebenan, Edding, H&M, Groupon, Facebook, die Bild, meine Uni, eure Schule - allesamt klickgeil. Für jeden beliebigen Content im Netz ist es essentiell, dass er angeklickt wird.  Jemand, der nicht klickgeil ist, hat im Internet einfach nichts verloren. Er würde schließlich nicht überleben. Für Menschen im Internet sind Klicks praktisch die Währung. Niemand tut irgendetwas und erwartet keine Gegenleistung. Außer vielleicht Kinder, die mit Schneebällen auf hilflose Maskottchen werfen. Aber selbst die erwarten als Gegenleistung Spaß. Ich meine, mal ganz ehrlich, wer freut sich denn nicht über ein ernst gemeintes Lob? Und ein Drücken des Like-Buttons oder sich exponentiell steigernde Aufrufe oder Abonennten sind im Internet ein ganz eindeutiges Lob.

Bei YouTubern scheint das Problem zu sein, dass alle wissen, dass sie damit Geld verdienen (jedenfalls einige). Ich verrate euch ein Geheimnis: Jeder im Internet verdient damit Geld! In den meisten Fällen wird es nur nicht an die Einzelpersonen weiter geleitet. Komischerweise beschwert sich allerdings auch niemand beim Bäcker von nebenan, weil der mal wieder ein besonders großes Schild rausgestellt hat, das seine leckeren Brötchen anpreist. Dabei will der damit doch nur Geld machen - der Schuft! Kinder, Kinder, wer bitte, will denn kein Geld verdienen? Geld sichert unser aller Überleben oder zumindestens unsere Sicherheit und Wohlstand. Mit was auch immer für einem Gerät ihr das hier gerade lest, ihr hättet es nicht, hättet ihr (oder eure Eltern) kein Geld. Natürlich ist das Internet ein Luxus einer höheren Gesellschaftsschicht. Einem hungernden Kind in Afrika könntet ihr wohl nicht einmal begreiflich machen, was das Internet eigentlich ist. Aber trotzdem ist niemandem das Recht abzusprechen, sich Geld zuverdienen. Außerdem ist es ja nicht so, als wenn solchermaßen beschimpfte YouTuber morgens auf Klo gehen und das Geld anschließend da raus fischen. Tatsächlich tun sie wohl mehr als manch andere für ihr Geld. Glaubt mir, sie werden wesentlich weniger von staatlichen Feiertagen haben, als wir das tun. Niemand verurteilt einen Sänger, weil an der Hauptverkehrsstraße plötzlich ein neues Plakat hängt, das sein oder ihr neues Album in den höchsten Tönen und meist mit einem ziemlich freizügigen Foto anpreist. Warum also tun wir das bei YouTubern? Das gleiche gilt natürlich für die berühmten YouTube-Moneyhater. Ich frage mich, wie lange sie das Geld noch hassen würden, würde es in ihr Portmonnaie fließen...

Ein weiteres, ziemlich ätzendes, Phänomen sind die Kommentare á la "früher war alles besser". Solche Sätze sagt man nur, weil eben nicht mehr früher ist! Wäre heute immer noch alles so wie früher, würden exakt sie gleichen Leute sich über die fehlende Kreativität und die eingefahrenen Verhaltensmuster beschweren. Man will immer das, was man gerade nicht hat. So wie ich jetzt gern mit einer Schüssel Erdbeeren mit Sahne in einem Liegestuhl am Strand liegen möchte, anstatt auf Arbeit zu sitzen!

10.5.13 10:27


Ereignisloses Wochenende

Nach ein paar Tagen erzähl ich euch nun mal wieder etwas. Da ihr mir keine Vorschläge mehr geliefert habt, muss ich mir wohl zwangsläufig was ausdenken. Aber irgendetwas wird die Zeilen schon füllen ;D

Falls ihr es noch nicht bemerkt habt, der Frühling ist da! Ist es nicht wunderschön, wenn es endlich wieder einmal warm wird? Ich meine, endlich hat man wieder eine Ausrede, um sich neue Schuhe zu kaufen! Nun ja, es gibt natürlich auch noch andere wunderbare Sachen im Frühling. Blümchen, Bienchen... und die dazu passenden Frühlingsgefühle. Wenn ihr versteht, was ich meine ;D Ich liebe Frühling! Man ist plötzlich wieder so motiviert vor die Tür zu gehen, etwas zu unternehmen, etwas neues anzufangen und sein Leben zu genießen. Jedenfalls genau so lange, bis die Nase anfängt zu laufen und die Augen tränen. Dazwischen liegen ungefähr zwei Stunden, also Zeit genug, das Leben zu genießen - NICHT! So sehr, wie ich den Frühling an sich liebe, so sehr hasse ich Heuschnupfen bzw. Allergien im Allgemeinen. Was ist das für eine sinnlose Ausgeburt an Unverträglichkeit der modernen Zivilisation? Nur, weil es nicht mehr genug Keime gibt, muss der Körper sich seine eigenen suchen? Wie dumm ist der denn, das gibts ja wohl nicht! Moderne (ich wiederhole: MODERNE) Behandlungsmethoden raten zum Beispiel zum Einsatz von Würmern. Da hätte der Körper so viel zu tun, dass für Reaktionen auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen gar keine Zeit mehr sei. Klar, immer her mit den Würmern, klingt super! Die wollte ich ja schon immer mal haben... Wirklich, das ist doch ekelhaft! Da bin ich ganz zufrieden, dass handelsübliche Tabletten und Augentropfen in den meisten Fällen auch helfen. Aber sollte das irgendwann nicht mehr der Fall sein, wird es mich wohl eine ganze Menge Überwindung kosten, statt zum Taschentuch zu einem Päckchen Würmer zu greifen...

Wie mein Wochenende war, wolltet ihr noch wissen. Nun ja.. kurz ^^ Ich hatte das Vergnügen, diesen Samstag zu arbeiten und zwar in Stuttgart. Das hieß, dass ich am Freitag erst einmal fünf Stunden Autofahrt vor mir hatte. Allerdings muss ich gestehen, ist die Landschaft um Stuttgart herum wirklich sehr schön, ebenso wie die Stadt. Die Weinberge und die üppige Natur geben einem direkt das Gefühl, gar nicht mehr in Deutschland zu sein. Die Sprache übrigens teilweise auch ;D Bedauerlicherweise war es mir nicht möglich meine Kamera mitzunehmen. Ein paar wirklich schöne Motive habe ich durchaus entdeckt. Leider blieben sie so unabgelichtet. Die lustigen Bäumchen in der Stuttgarter Einkaufszone wären allemal ein Foto wert gewesen. Aber man kann eben nicht alles haben. Vielleicht ergibt sich ja ein anderes Mal eine bessere Möglichkeit für mich. Nach einem wirklich leckeren Essen bei einem wirklich guten Thailänder am Freitag Abend habe ich dann meine erste Nacht in einem Einzelzimmer verbracht. War ganz nett so allgemein. Neben dem normalen Fernsehprogramm hatte ich noch Zugriff auf eine Mini-Videothek mit 12 Filmen. Allerdings war meine Müdigkeit dann doch größer. Natürlich erst nachdem ich die Dusche des Hotels in Anspruch genommen habe. Da es sich um ein Tagungshotel handelte, durfte ich die kleinen Duschbad- und Shampooflaschen, die ein normales Hotel zu bieten hätte, schmerzlich vermissen. Dafür hing in der Dusche ein wunderbarer Seifenspender. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass in solchen Spendern immer eine Duschbad/Shampoo-Mixtur für Männer ist - aber es ist ätzend. Nur weil ich im Hotel übernachte, muss ich ja wohl nicht riechen wie ein Mann. Abgesehen einmal davon, dass dieses Zeug die Hölle für meine Haare war! Aber wahrscheinlich wird gemeinhin davon ausgegangen, dass Frauen immer ihr eigenes Shampoo dabei haben. Klar, gehört doch in jede Handtasche sowas... Nach der Dusche wurde ich natürlich von dem potenten Fön überrascht. Wahrscheinlich hätte jedes Meerschwein meine Haare schneller trocken pupsen können, als es dieser Fön getan hat... so bin ich schließlich mit halbnassen Haaren schlafen gegangen.

Der Samstag war relativ ereignislos, dafür aber anstrengend und arbeitssam. Nach guten acht Stunden Arbeit stand eine weitere Autofahrt bevor. Diesmal aus logistischen Gründen nach Hannover. Während mein Kopf bei der Autofahrt schon immer dem Weg der Gravitation gefolgt war, machte sich meine Müdigkeit am Hauptbahnhof Hannover erst richtig bemerkbar. Da ich den ganzen Tag in einem fensterlosen Kämmerchen gehockt hatte, genoss ich die untergehende Sonne, während ich auf meinen Zug wartete. Die Sonne geht wo unter? Genau, im Westen. Noch war sie aber nicht ganz weg, weshalb sie noch etwas südwestlich am Himmel schwebte. Wunderschön, nebenbei bemerkt. Jedenfalls stand ich dort und starrte in die Sonne. Mein schon halb ausgeschaltetes Gehirn war nur noch in der Lage "Ey, Alter, da wo Sonne, da ist Köln!" zu denken. Grammatikikalisch hatte mein Gehirn da wohl auch schon auf Sparflamme geschaltet und so stieg ich schleunigst in den (fast) pünktlichen Zug und schloss schnell die Augen. Schlaf wäre für alle wohl das beste. Leider verpasste ich in Wolfsburg dann genau meinen Bus und da das öffentliche Verkehrsnetz in Wolfsburg seines gleichen sucht, hatte ich eine Stunde zu warten. Neben meinem matschigen Gehirn machte nun auch meine Blase auf sich aufmerksam, sodass ich schleunigst das nächste McDonalds aufsuchte... und prompt vor einer mit einer PIN gesperrten Klotür stand. Man musste also erst etwas kaufen, um die Toilette zu benutzen. Okay, das kannte ich so jetzt zwar noch nicht, leuchtet aber ein. Ich meine, wem ist McDonalds schließlich nicht als öffentliche Anlaufstelle für freie Toiletten bekannt? Allerdings ist es schon etwas undurchdacht, dass ich erst auf Klo kann, wenn ich mein Essen bekommen habe. Entweder das ist danach kalt oder wie in meinem Fall geschmolzen. Und dabei war ich maximal fünf Minuten auf Toilette. Was ist, wenn einen grad höchst unangenehme Verdauungsstörungen plagen? Dann wachsen aus meinen Pommes ja schon neue Kartoffeln, bevor ich vom Klo wieder komme...

5.5.13 23:08


Abgesehen von den Massen an handysüchtigen Fotografen war das Konzert aber dennoch ziemlich gut. Der Vorteil das Konzert einer englischsprachigen Band in einem englischsprachigen Land zu hören, liegt darin, dass alle diese Band verstehen. Die Textsicherheit liegt somit um etliche Prozente höher als bei einem vergleichbaren Auftritt in Deutschland. Dementsprechend gut war auch die Stimmung. Gleich von Anfang an feierten die Leute mit und bejubelten die Band. Man konnte praktisch spüren, dass sie Band selbst ziemlichen Spaß an der Sache hatte. Dies wirkt sich natürlich wieder auf die Zuschauer aus und so schaukelte sich die Stimmung immer weiter auf. Nach zwei Stunden pausenlosem Geklimper war das Konzert dann aber leider doch vorbei. Mittlerweile wollten auch meine geschundenen Füße nur noch entlastet werden und so machte ich mich auf dem Weg zurück zum Hotel. An der Bushaltestelle traf ich zwei bezaubernde ortsansässige Bubis in meinem Alter, die mir prompt erzählen mussten, dass sie keinen Bleistift hätten, als sie bemerkten, dass ich aus Deutschland kam. Nach einer ewigen Diskussion, ob und wann sie dann ab und zu doch einen Bleistift hätten, konnte ich mich endlich aus dem Gespräch befreien und aus dem Bus aussteigen. Auf dem Fußweg zum Hotel hielt mein Glück des Tages an und prompt fand ich mich umgeben von Regenbogenflaggen und recht männlich aussehenden Blondinen, die mich um einige Köpfe überragten. Mit gesenktem Kopf und in der Hoffnung keinen Kübel voller Fäkalien über den Kopf geschüttet zu kriegen, schlich ich also so unauffällig wie möglich durch dieses gut besuchte Szeneviertel.

Nachdem ich kaputt vom Tag aber glücklich über meine neuen Schuhe und das gute Konzert tot müde ins Bett gefallen war, wurde ich am nächsten Morgen liebevoll von meinem Handy geweckt. Mit Ausschlafen war leider nichts, da ich um 9 Uhr das Hotel verlassen musste, um meinen Rückflug zu erhaschen. Dafür entlohnte mich jedoch das recht ordentliche Frühstück. Das Rührei schmeckte zwar wie meistens in Hotels nach Moppelkotze aus dem Tetrapack, aber mit ordentlich Bacon und einem leckeren Joghurt mit frischem Obst als Nachtisch, war das ganz erträglich.

Dann ging es mal wieder per pedes zum nächst gelegenen Bahnhof. Ich sag euch, die Engländer haben voll den Knall. Da stehen auf einem Gleis mehrere Züge und zwar hintereinander. Wenn man also auf den Bahnsteig kommt und sich frohen Mutes, ob der Anzeigetafel, die eine passende Zeit und ein passendes Ziel zeigt, in den nächstbesten Sitz schmeißt, dann verpasst man prompt zwei Züge! Wer denkt sich denn solch ein System aus? Die Ausschilderung hilft einem leider auch nicht viel weiter und die Züge stehen so dicht zusammen, dass man schon genau vor den Lücken stehen muss, um zu erkennen, ob dort nur ein Abteil oder der ganze Zug endet. Letztendlich kam ich dann aber trotz allem pünktlich am Flughafen an und wurde auch zielgerichtet nach Amsterdam befördert. Falls ich das bis jetzt noch nicht erwähnt habe, so sei euch gesagt, dass Amsterdam die allseits gefürchteten Nacktscanner oder irgendeinen Abklatsch davon nutzt. Ich kam mir wirklich ziemlich entblößt vor, als ich auf dem Bildschirm einen grauen Schemen erblickte, der mich mehr an Slenderman als an mich selbst erinnerte. Wenn andere Leute mich so nackt wahrnehmen, dann halleluja! So hatte ich mich vor dem Spiegel jedenfalls noch nicht gesehen. Die Kontrolle in Amsterdam (wohl bemerkt die vierte an diesem Wochenende) fiel überraschend gründlich aus. Wie immer war das Personal entsetzt von meinem E-Book-Reader, jedoch wurde dieses Mal zusätzlich noch etwas an meinem Körper vermutet. Der Nacktscanner schien verdächtige Stellen gefunden zu haben und so wurden meine Beinchen separat abgetastet und mit einem Metalldetektor abgefahren. Dabei piepte es auffällig an meiner Wade! Das muss an meinen stahlharten Muskeln gelegen haben, denn sonst wurde leider nichts weiter gefunden. Außer natürlich das Taschenmesser in meinem Rucksack... Herzlichen Glückwunsch liebes Sicherheitspersonal! Ich fühle mich tatsächlich sehr geschützt, wenn ich auf drei von vier Flügen ein Taschenmesser bei mir führen durfte! Selbstverständlich habe ich meines nur im Rucksack vergessen, aber das wird wahrscheinlich nicht für alle Terroristen zutreffen und so kann ich mir die Besorgnis einiger Fluggäste sehr gut erklären. Hauptsache niemand hat 125ml Handcreme mit!

Als ich dann ins Flugzeug stieg, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ich passte tatsächlich in meinen Sitz! Und das obwohl der Fettwanst neben mir ca. 50% desselben schon beschlagnahmt hatte. Ich meine, ich hab nichts gegen dickere Menschen. Wirklich nicht. Aber ich bin nun mal der Meinung, dass niemand in den persönlichen Schutzbereich eines anderen eindringen sollte. Leider fällt dies den meisten beleibten Menschen relativ schwer. In einem Flugzeug hat man verständlicherweise wenig Möglichkeiten solche Konstellationen zu umgehen, aber was wäre gewesen, hätte ich das gleiche Gewicht auf die Waage gebracht, wie mein Nachbar? Wir hätten niemals nebeneinander sitzen können, abgesehen davon, dass es so schon unappetitlich genug war. Natürlich kann nicht jeder beleibte Mensch sich einen Platz in der Businessclass leisten, wo er den Raum hätte, den er braucht. Aber ich finde, es müsste da Regelungen geben. Und wenn es der Platz in der Businessclass ist. Es gibt natürlich Menschen, die gesundheitsbedingt, einen etwas größeren Körperumfang haben, aber in solch einem Fall, muss eben die Krankenkasse für den erhöhten Preis aufkommen. Es kann meiner Meinung nach jedenfalls nicht sein, dass ich oder andere Betroffene, denen schon einmal das gleiche widerfahren ist, halb schräg auf ihrem Sitz hängen, damit sie nicht an der Person neben ihnen kleben.

Noch unangebrachter finde ich allerdings die Menschen, die sich kackendreist in der S-Bahn zwischen zwei andere zwängen, obwohl sie allein alle drei Sitze ausfüllen könnten. So etwas gehört sich einfach nicht. Wenn dir die Füße wehtun vom langen Stehen, dann ist das so. Aber wenn ich mit hochhackigen Schuhen unterwegs bin, lass ich auch nicht andere Menschen unter meinen Schmerzen leiden. Da muss man dann eben durch. Abgesehen davon, dass es mir selbst unangenehm wäre, mich so auf solch einen Platz zu zwängen, dass meine Arschbacken schon auf dem Schoß meines Nachbarn hängen…

25.4.13 13:34


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